Erika Hillemacher, Sydney/Australien
»Think mobile« 24. Juli 2013
Dieses Jahr sind es genau 40 Jahre seit das allererste mobile Telefonat geführt wurde. Ein Ingenieur von Motorola namens Martin Cooper probierte seine neue Entwicklung auf den Straßen von New York aus. Sein allererstes Telefonat ging an seinen schärfsten Konkurrenten, ein Ingenieur bei Bell Labs. Danach, rief er einen Reporter bei der New York Times an, während er eine befahrene Kreuzung überquerte. Er sagte angeblich dass dies eine der gefährlichsten Sachen wäre, die er jemals getan hätte. Was bedeutet heute Mobilität für den Designprozess? Was ist anders als sonstwo und warum ist es nicht einfach Mini-Webdesign? Mobile Erlebnisse estrecken sich also mehr und mehr über eine Vielzahl von Geräten und Kontexten. Benutzer selber erwarten immer mehr dass diese Erlebnisse zusammen hängen. Es gibt unterschiedliche Strategien mehrere Geraete, Informationsangebote und Interfaces miteinander zu kombinieren. Erika Hillemacher arbeitet seit 12 Jahren als User Experience Consultant im Bereich der mobilen Medien für Fluggesellschaften oder Banken.

Muthoni Kimani, Cape Town/South Africa
»World of origins: on culture and semiotics«
12th to 14th of Juni 2013
Muthoni Kimani is Senior Lecturer at the Cape Peninsula University of Technology (CPUT) in the department of Applied Design. She teaches Graphic Design, and also supervises in Fashion and surface design. She studied Fine Art in Kenya and majored in Graphic Design, Textiles Weaving and Painting. Her final year project combined these three areas in a Branding Project: Cultural Branding, which she went on to develop in her Masters thesis as the Semiotics and Semantics of culture as a brand. She later studied at the Michealis School of Fine art of the University of Cape Town, South Africa for her MFA (Design) in the Graphic Design department. She has designed for Robben Island Museum, District six museum, Lucy Lloyd Clan William Centre for Saartje Baartman and Khoi centre in branding, web-design, publication design and illustration, as well as designing for woven fabrics.

Marc Siegel, Berlin/Frankfurt
»Vielleicht bin ich ja auch fabelhaft« 30. April 2013
Der Vortrag fand im Rahmen des Lehrangebots »Gossip« von Prof. Klaus Hesse und Norman Hildebrandt statt. Was für eine Rolle spielt Klatsch in queeren Subkulturen? Wie kann Klatsch nicht nur als Mittel der mündlichen Kommunikation verstanden werden, sondern auch als Methode der Zirkulation der Bilder? Ausgehend von einer Betrachtung der amerikanischen Filmwissenschaftlerin Judith Mayne über das »Eigenleben« von bestimmten Hollywoodstar-Bildern in queeren Subkulturen wird in dem Vortrag die besondere Rolle von Klatsch als Strategie der Wissensproduktion in der queeren Filmkultur analysiert. Marc Siegel ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaft an der Goethe Universität-Frankfurt. Überdies arbeitet er als freie Kurator. Er ist im Beirat der Sektion Forum Expanded bei der Berlinale und ist Mitbegründer des Künstlerkollektivs CHEAP.

Lü Jingren, Beijing
»Bücher machen« 25. April 2012
Wir haben Lü Jingren eingeladen, nicht weil er aus China kommt. Dies ist zweifelsfrei auch ein interessanter Aspekt. Wir haben ihn vielmehr zu unserer Veranstaltungsreihe »Die Zukunft des Lesens« eingeladen, weil er einer der besten Buchgestalter der Welt ist. Wir meinen, dass sein Schaffen uns auch einen wichtigen Hinweis über die Zukunft des Buches vermittelt. Lü Jingren liebt Bücher. Und er liebt sie nicht nur wegen den gestalterischen und verarbeitungsspezifischen Möglichkeiten, die Materialien, Papiere, Farben und Faden bieten. Er liebt sie vor allem wegen ihrem Inhalt. Er liebt sie, weil Bücher kulturelle oder geschichtliche Themen fixieren und festhalten. Die meisten seiner Bücher bewahren relevante und für die nach Identität ringende chinesische Gesellschaft wichtige Aspekte der Kulturgeschichte auf. Seine Gestaltung setzt das ganze Repertoire des chinesischen Buchbinderhandwerks ein und ist dabei frei von folkloristischen Gestaltungsklischees. Lüs Bücher sind ein aufregendes Erlebnis für Auge und Tastsinn. Er dosiert Material, Druck, Verarbeitung und Inhalt stets zu einem sinnlichen und konzeptionell stimmigen Buchobjekt. Lüs Lehrer war ein Japaner, der auch als Professor an der Hochschule für Gestaltung in Ulm gelehrt hat.
Johannes Bergerhausen, Köln/Mainz
»Unicode und die Mega-Nische. Wer braucht eine digitale Keilschrift?« 27. Januar 2011
Unicode ist ein Computerstandard, der mehr als 100.000 Schriftzeichen umfasst und damit die globale Kommunikation durch multilinguale Textverarbeitung erst möglich macht. Das Projekt decodeunicode.org bietet einen typografischen Blick auf die Zeichen der Welt. Es begreift die technische Leistung der IT-Branche als Inventar der Schriftzeichen der Menschheit. Unicode ist die Vereinte Nationen der Typografie. Johannes Bergerhausen hat lange Zeit in Paris mit dem Grapus-Gründer Pierre Bernard zusammengearbeitet. Seit 2002 ist er Professor für Typografie an der FH Mainz. Er stellte sehr fundiert das wahrscheinlich nie endende Unicode-Projekt vor. Außerdem zeigte er erstmalig die von ihm entwickelte digitale Keilschrift mit über 1000 Zeichen.
Victor Malsy und Phillip Teufel, Düsseldorf
»labor visuell« 20. Januar 2011
Im »labor visuell« wird mit Design über Design geforscht. Das Vergessene, Unbekannte und Fremde liegt dabei weit mehr im Fokus des Interesses als aktuelle Trends, Stile und Moden im Kommunikationsdesign. Vielschichtige Themen und ausgeprägte Persönlichkeiten erforschen, Entwurfsprozesse und Arbeitsmethoden hinterfragen sowie Text- und Bildmaterial aus öffentlichen und privaten Archiven herausfinden. Victor Malsy und Phillip Teufel sind die Initiatoren von »labor visuell« Gemeinsam betreuen sie an der FH Düsseldorf verschiedene studentische Teams bei der Erarbeitung von Ausstellungen und Büchern für das »labor«.
Franziska Morlok, Till Beckmann, Berlin
»Print lives!« 2. Juni 2010
Das Designbüro Rimini aus Berlin hat vor kurzen die erste Enzyklopedia der Druckveredelung mit dem Titel »Extra« rausgebracht. 30 internationale Gestalter wurden eingeladen, je eine Drucktechnik zu erforschen und zu interpretieren.
Franziska Morlok und Till Beckmann stellten die Ergebnisse vor.
Jan Kolata, Düsseldorf
»Übergänge« 21. Januar 2010
Die Vortragsreihe »Übergänge« fokussierte die Schnittstellen zwischen Kunst und Design sowie zwischen den Gestaltungsdisziplinen. Der Düsseldorfer Maler Jan Kolata hat an der Kunstakademie in Düsseldorf studiert und ist heute Professor für Malerei am Institut für Kunst der Technischen Universität Dortmund. Jan Kolata hat in erster Linie über den Prozess des Malens gesprochen. Über das alltägliche Ringen hin zum Bild, über das Hinauszögern, das vorbereitende Zelebrieren und die wechselnden Strategien sich dem Malen zu nähern. Das Problem den Anfang zu finden haben viele Gestalter und berührt damit die Grundlage jeden kreativen Schaffens.
Jan Weiler, München
»Kontakt« 22. Januar 2009
Der gebürtige Düsseldorfer arbeitete nach dem Abitur als Werbetexter und studierte anschließend an der Deutschen Journalistenschule in München. Danach arbeitete er als Redakteur bzw. etwas später auch als Chefredakteur beim SZ-Magazin. Seinen Job beim SZ-Magazin gab er auf, nachdem sein erster Roman »Maria, ihm schmeckts nicht« die Bestsellerlisten erorberte. Und auch sein zweiter Roman »Antonio im Wunderland« setzte sich auf den Bestsellerlisten fest. Seit 2007 schreibt Jan Weiler regelmäßig im »stern« die Kolumne »Mein Leben als Mensch«. 2008 erschien sein letzter Roman »Drachensaat«.
Claudia Kempf, Wuppertal
»Kontakt« 11. Dezember 2008
Eineinhalb Stunden referierte die Reinhard-Wolf- und Aenne-Biermann-Preisträgerin über ihren Werdegang. Bereits als Kunststudentin übernahm sie die Art Direction des Zeitmagazins. Danach konzentrierte sie sich in London auf ihre Weiterentwicklung als Fotografin. Es entstanden Bildserien wie »Couples« und »Black«. Für den Stern fotografierte sie die Mode der sozialen Verlierer. Heute arbeitet sie mit ihrer grafischen und redaktionellen Bildsprache für bedeutende Unternehmen, Verlage und Redaktionen.
Bettina Querfurth, Frankfurt
»Bücher machen«. Was macht ein Buch relevant? Wie ticken Verlage und Buchhandel? 30. April 2008
Bettina Querfurth ist Literaturagentin in Frankfurt am Main. Sie war viele Jahre Lektorin und Programmleiterin bei namhaften Verlagshäusern. Sie stellte die verschiedenen Verlagstypen dar und nach welche Regeln sie arbeiten. Natürlich war ihr Vortag über die Abläufe und Gepflogenheiten der Branche für viele Zuhörer ernüchternd. Das Denken in marktgerechten Segmenten, Zielgruppen und wirtschaftlichen Zielen steht für viele Gestalter im Widerspruch mit den eigenen Zielen. Ihre Botschaft war klar und deutlich: Ohne einen bedeutsamen Inhalt findet das Buch keinen Markt.

Hans-Heino Ewers, Frankfurt
»Bizarr, dämonisch und grotesk. Die Figuren des Dr. Heinrich Hoffmann« 7. April 2008
Dr. Hans-Heino Ewers ist Professor für Germanistik und Literaturwissenschaften mit dem Schwerpunkt Kinder- und Jugendliteratur an der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität Frankfurt. Außerdem leitet er das Institut für Jugendbuch- forschung. Seit über 160 Jahren ist der Struwwelpeter des Frankfurter Arztes Dr. Heinrich Hoffmann mit einer deutschsprachigen Gesamtauflage von rund 30 Millionen Exemplaren das berühmteste deutsche Bilderbuch. Es wurde in über 40 Sprachen übersetzt und gilt als Prototyp eines internationalen Best- und Longsellers der Kinderliteratur. Die Figuren des Struwwelpeters sind zu Ikonen der Kindheit geworden, der Struwwelpeter selbst ist zu einem der bekanntesten Wahrzeichen Frankfurts avanciert. Laut Hans-Heino Ewers ist es die Lust am Bösen und an der Strafe, die den Erfolg des Struwwelpeters ausmacht. Außerdem entdeckte er noch einige sexualpsychologische Details in den Bildern von Heinrich Hoffmann.







